Vom richtigen Stamm: Auswahl wirksamer Probiotika

LactobacillusLactobacillusUm im menschlichen Körper die erwünschten gesundheitlichen Wirkungen entfalten zu können, müssen Probiotika – wie unter „Eigenschaften“ beschrieben – bestimmte Kriterien erfüllen. Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist, dass sie einer nützlichen Bakterienspezies angehören.

Die Unterteilung der verschiedenen vorkommenden Bakterien geht aus von Bakterien-Familien, die sich weiter in Spezies, diese dann nach Stämmen untergliedern. Es gibt einige gesundheitsfördernde Bakteriengruppen wie bspw. Milchsäurebakterien, jedoch müssen alle Stämme einzeln auf ihre Wirkung untersucht werden. Jeder probiotische Bakterienstamm besitzt spezifische Eigenschaften, die sich nicht ohne weiteres auf andere Arten übertragen lassen. So haben nicht automatisch alle Stämme einer Spezies probiotische Eigenschaften – auch nicht, wenn es sich um nahe verwandte Arten handelt. Daher gilt der in Studien erbrachte Wirksamkeitsnachweis nur für den dort getesteten jeweiligen Bakterienstamm bzw. für das entsprechende Produkt.

Zu den am häufigsten verwendeten probiotischen Mikroorganismen gehören Milchsäurebakterien wie Laktobazillen (Lactobacillus …) und Bifidobakterien (Bifidobacterium …). Stämme dieser Bakterienarten sollen einen besonders günstigen Einfluss auf den menschlichen Organismus haben.

Stämme mit wissenschaftlich nachgewiesener Wirksamkeit sind zum Beispiel:

  • Bifidobacterium lactis DN-173010 (Handelsname Bifidobacterium ActiRegularis, Activia)
  • Lactobacillus casei DN-114001 (Handelsname Lactobacillus Casei Defensis, Actimel)
  • Lactobacillus casei YIT 0918 (Handelsname Lactobacillus Casei Shirota, Yakult)
  • Lactobacillus johnsonii La1 (Handelsname Lactobacillus johnsonii LC1, LC1)